Wind & Surfen an der Ägäis
Hier scheint der Wind ein ständiger angenehmer
Begleiter zu sein. Wo im landesinneren, hinter der zerklüfteten
Berglandschaft, die Hitze im Sommer manch einem die Luft zum Atmen
raubt und Ihn in seine Grenzen weist, haucht der Wind der Küstengegend
von Ayvalik leben ein. Das war wahrscheinlich auch ein Grund für
die Hethiter oder Griechen sich in der Antike niederzulassen. Diesen
schönen Fleck Erde, von kilometerlangen Sandküsten, klarem azurblauen
Meer und endlosen Olivenhainen, hat das moderne türkische Volk geerbt.
Es hat nicht lange gedauert, dass die Schönheit dieser Region die
Aufmerksamkeit der Türken, Griechen und ausländischer Touristen
auf sich gezogen hat. Vor allem aber machte der ständig wehende
Wind von sich reden, welcher bei 30-35 Grad den
Einheimischen aber auch Touristen, der Hitze einen angenehmen Touch
verleiht. Für Segler und Surfer ist Ayvalik und
die Küste von Sarimsakli, eine Ortschaft davon, seitdem ein fester
Begriff.
Für Unterkunft von Mensch und Sportgerät ist gesorgt.
In Sarimsakli sorgen zahlreiche Hotels mit Blick aufs Meer und unverbautem
direkten Zugang zum Sandstrand für einen angenehmen Einstieg ins
Meer. Der breite Sandstrand sorgt für Liegemöglichkeit von Sonnenanbetern
aber auch für das Surfboard und Segel. Der Wind
weht meist schräg ablandig über die Bucht von Ayvalik die durchgehend
in einem Sandkleid erscheint. Surfschuhe sind aus diesem Grund nicht
erforderlich. Der Kurs der aus dieser Windrichtung resultiert ist
Küstennahe und somit auch für Anfänger geeignet. Von Mai bis August
pfeift der Wind, mit durchschnittlich 5 Beaufort an 20 Windtagen
im Monat, über das Wasser. Der Nord-Süd-Wind („Poyraz“)
läutet den Frühling ein und versorgt Wassersportler über den ganzen
Sommer hinweg mit einem konstanten Wind. Das klare warme Wasser
bleibt an Küstennähe spiegelglatt, auch wenn es richtig pfeift.
Für Manöverübungen somit beste Verhältnisse. Weiter draußen bauen
sich je nach Windstärke und Dünung bis zu 1,5 Meter Wellen auf und
bieten Luftakrobaten schöne Rampen zum abheben. Zudem gibt die gegenüberliegende
Insel Lesbos dem Surfrevier einen sicheren Charakter. Für den Fall
das…..., ist Sie bei ablandigem Wind, ein sicherer Hafen.
Mit Segelgrößen von 4,5 – 6,5 Quadratmeter sind
Freestyler und Speedfreaks unter 100 Kilo bestens bedient.
Sollte der Wind dennoch ausbleiben, ist das Angebot von Sightseeing,
Kultur bis hin zum Shopping scheinbar grenzenlos. Dies ist auch
der Grund warum zahllose Nicht-Surfer diese Gegend als Urlaubsort
wählen. Im Herbst und weit in den Winter hinein, ändert sich die
Windrichtung in Süd-Nord (Lodos). Mit dem Ende
der Saison bei mildem Klima um die 20 Grad, erfordert es zwar langarmiges
Surfen, der Wind jedoch schließt die Saison noch lange nicht. Über
Jahrhunderte hinweg haben sich Völker und politische Systeme die
Hand gereicht. Die Region hat sich dabei kaum geändert. Genauso
wie der stetige Wind, der diese Region so unverkennbar Charakterisiert
wie seine Olivenhaine.
Ein Beitrag von "Yücel Ünal" |